In den verschiedenen Entwicklungsphasen nannte Morihei Ueshiba seine Kampfkunst Aiki-Bujutsu und danach Aiki-BudÅ, da Jutsu sich nur auf das technische Können bezieht. DÅ bedeutet vor allem, dass es sich um philosophische Prinzipien handelt. Erst im Laufe des Zweiten Weltkrieges nannte Morihei Ueshiba seine Kampfkunst AikidÅ.
Der Name AikidÅ wird aus drei sinojapanischen Schriftzeichen geformt (åæ°é), die oft als Harmonie, Energie und Weg (oder Methode) übersetzt werden und kann daher in etwa mit dem Begriff „Der Weg der Harmonie im Zusammenspiel mit Energie“ oder „Der Weg der Harmonie mit der Energie des Universums“ bezeichnet werden.
Diese Bezeichnung bezieht sich darauf, dass AikidÅtechniken darauf ausgelegt sind, Angriffe durch die Kontrolle ihrer Energie und nicht durch das Abblocken derselben zu kontrollieren. Ein häufig genanntes Gleichnis hierfür ist, dass die flexible Trauerweide einem Sturm durch Biegen widerstehen kann, während die viel stabilere Eiche brechen wird, wenn der Wind zu stark ist.
Als Schriftzeichen für Ki kann man sowohl æ° als auch æ°£ finden, wobei æ° die vereinfachte und aktuell verwendete japanische Form des ursprünglichen chinesischen Zeichens æ°£ ist, das Morihei Ueshiba verwendete. Obwohl oft zu finden ist, dass å (Ai) mit Liebe zu übersetzen sei, ist dies nicht korrekt. Das Missverständnis geht auf ein Zitat von Morihei Ueshiba zurück, in dem dieser feststellt, dass er sich unter anderem deshalb entschlossen hat, seine Kampfkunst AikidÅ zu nennen, weil å genauso ausgesprochen wird wie æ, was eben Liebe bedeutet. Während der Versuch einer wörtlichen Ãbersetzung von AikidÅ etwa das Prinzip ideal koordinierter Energie liefert, sind die in AikidÅ vorkommenden Begriffe nicht zuletzt durch die Ausführungen von Morihei Ueshiba sehr stark mit Konnotationen belegt, was die vielen sehr freien Ãbersetzungen erklärt.
Der Ausdruck Aiki (åæ°£) wurde bereits in älteren japanischen Kampfkünsten benutzt, insbesondere im DaitÅ-RyÅ« Aiki-JÅ«jutsu (大æ±æµåæ°£æè¡), und hatte dort die Bedeutung der „angemessenen Kraft“ im Sinne des Mitgehens mit dem Angreifer. Erst Ueshiba erweiterte die Deutung auf eine auch spirituelle Harmonie.
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